Schafismus

Zugegeben, das Thema ist politisch wie religiös und damit besonders schwierig, vor allem weil ich seit ziemlich genau fünf Minuten davon weiß, aber als Schafblogger komme ich da halt nicht drumrum:

schafismus

Naja, der Weihnachtsstress ist langsam vorüber, und man liest ganz gemütlich Nachrichten. Da erfährt man an einer Stelle, dass ein paar kurdische PKK-Anhänger ganz friedlich und lustig in Düsseldorf demonstrieren. An Weihnachten. Was die Anwohner dazu bewegt, ihnen mitzuteilen, dass sie zwar willkommen, aber blöde Pisser sind, weil sie ja auch woanders und zu einem Datum, an dem die Adressaten (hier: der Landtag) auch da wären, um ihnen zuzuhören, demonstrieren könnten (Bild im Link beachten!)

Gut, ich frage mich, warum es in Deutschland mittlerweile so enorm wichtig ist, zu betonen, dass Anhänger einer von allen zivilisierten wie unzivilisierten Staaten als Terroristen klassifizierten Organisation hier willkommen sind, aber wie erwähnt weiß ich von Kurden nur, dass sie auch Menschen sind, die politisch verfolgt werden (von den Kurden, mit denen ich in der Schule war und meinem Liegeplatznachbar in der Türkei, der nach Anti-Regierungs-Protesten irgendwie immer aussieht, als hätte ihn irgendwer verprügelt), respektive dass sie Terroristen sind (alle anderen Türken sowie die EU, die UN und die schon erwähnten Staaten).

Ja, und dann liest man halt den Wikipedia-Artikel zu Kurden und erfährt, dass die zum Großteil schafistische, sunnitische Muslime sind. Sunniten, zur Erinnerung, sind zum Beispiel auch Saudi-Araber, die Blogger einsperren, und der Islamische Staat. Aber die haben keinen so geilen Namen.

schafismus

Ach so, ich weise mal darauf hin, dass das Symbol auf dem Schaf keinerlei Ähnlichkeit mit irgendwelchen PKK-Symbolen hat, die sind ja schließlich verboten, nicht wahr? Die Farbauswahl ist rein zufällig und symbolisiert – äh – die Gleichheit aller Menschen, der Sonne und dem Gras, dem Grundnahrungmittel von Schafen wie Schafiten.

Da das langsam irgendwie so verstanden werden könnte, als hätte ich was gegen Moslems, möchte ich ganz explizit die acht Moslems lobenswert erwähnen, die sich in einer billigen PR-Aktion schützend vor eine christliche Kirche in Lens gestellt haben. Die Anzahl basiert auf eigener Zählung aus irgendeinem Video, was ich gerade nicht mehr finde; aber der wichtige Punkt ist, dass es in irgendeinem Kuhkaff in Frankreich, was sich im Nirgendwo zwischen Kenneichnicht und Habeichnochniegehört befindet (konkret liegt es auf 2/3 der Strecke zwischen New York und Moskau), mindestens genausoviele friedliche, mediengeile Moslems gibt wie unfriedliche in Paris. Wovor die friedlichen Moslems die Weihnachtsgottesdienstbesucher symbolisch schützen wollen, steht da leider nicht; ich nehme an, die Soldaten mit den FAMAS-F1-Gewehren daneben könnten irgendwas übersehen, von dem man nur als Moslem weiß. Muslimische Terroristen, zum Beispiel.

Aber gut, wenn wir schon dabei sind, dass es in irgendwelchen von Gott wie Allah verlassenen Käffern, die keiner kennt, zugeht wie in Kriegsgebieten, kommen wir noch schnell zu Diyarbakır. Diyarbakır hat fairerweise eine gute Million Einwohner (bzw. hatte, die türkische Armee schießt da gerade alles tot, was sie totschießen kann, das ist einer der Gründe, warum Kurden in Düsseldorf demonstrieren – am zweiten Weihnachtsfeiertag – Wenn einer den Sinn versteht, die Kommentarfunktion ist offen).

Das Problem in Diyarbakır ist aber nun nicht, dass denen ein i-Punkt fehlt, sondern dass da nur Kriminelle leben, vor allem Kurden. Die dürfen zwar in kommunistischen Schmierblättern (siehe Link oben) herzzerreißende Artikel darüber schreiben, dass wir uns da irgendwie drum kümmern müssten oder gar Schuld sind, weil wir ja den Erdogan unterstützen, der gerade wie Jesus einen Menschen gerettet hat, und wir wissen ja aus dem Talmud (oder von Itzhak Stern), dass wer nur einen Menschen rettet, die ganze Welt rettet, aber ich schreibe das hier ja mit einem Hintergedanken: Ich habe ja nicht den Hauch einer Ahnung, ob nun alle Diyarbakırer Terroristen oder Kurden oder doch nur Menschen sind und ob oder warum mich das kümmern sollte, aber die Lösung ist, also, zumindest für mich, wenn ich Diyarbakırer wäre, total naheliegend (92km):

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Ich meine, ist Euch die Ähnlichkeit zwischen dem Nazi Oskar Schindler und Ra’s al Ghul nie aufgefallen? Na, und wer ist besser als Ra’s al Ghul? E-ben. Wusste schon Ben Kingsley. Schaumamal, was der in Batman vs. Superman macht.

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