Mein Land ist zum Kotzen.

Bei Hadmut Danisch wird gerade besprochen, wie beschissen es für Männer werden kann, wenn feministische Gesetze erlassen werden. Das konkrete Problem ist wohl, dass in Indien eine Frau einen Mann wegen völlik willkürlich ausgedachter Sachen anzeigen kann (ok, dass kann jeder in jedem Rechtsstaat), aber der Mann dann erstmal ungefragt in den Knast geht (das wäre dann kein Rechtsstaat). Da es ähnlichen – wenn nicht ganz so schlimmen – Bullshit auch schon in ach so “zivilisierten” westlichen Ländern gibt – den Violence Against Women Act in den USA oder das Gewaltschutzgesetz in Deutschland, nachdem man seinen Partner (oder, ja, zumindest theoretisch seine Partnerin, aber das passiert halt nicht) einfach aus der Wohnung werfen lassen kann, auch wenn sie einem nichtmal anteilig gehört, lässt einen schon darüber nachdenken, was denn noch passieren muss, dass es einem “zu blöd” wird.

Und was “zu blöd” ist. Fefe fand es ja neulich einen Grund, “stolz” auf “sein” Land zu sein, weil nur 18% der Deutschen für ihr Land kämpfen würden.  Nun gehöre ich sicher nicht zu denen, die für den aktuellen sozialistisch-feministischen Sumpf, bei dem sich ein Drittel der Bevölkerung nichtmal mehr für die Bundestagswahl interessiert, kämpfen würde, aber ich sehe keinerlei Grund, darauf stolz zu sein. Ich finde das schade.

Und dann gibt es Inder, denen ein Gesetz raufgedrückt wird, was grundlegende Prinzipien des Rechts nach auch nur den grundlegendsten Maßstäben, die “Recht” als solches nunmal hat – also, hier die Präsumption der Unschuld – eben nicht gerecht wird. Und die Inder würden zu 75% für ihr Land kämpfen. So auch die Inder, die bei Herrn Danisch auf die Ungerechtigkeit eines (oder eher mehrerer) Gesetze aufmerksam machen.

Inder. Ich kenne nun wirklich viele Leute aus vielen Nationen, Leute, die viele, viele Länder bereist haben, habe selbst viele Länder bereist, und nachdem mein Boot in der türkischen Ägäis liegt, wo es die alten (deutschen) Weltumsegler hinverschlägt, auch genug Leute, die “überall” waren, und ich habe ehrlich keinerlei Bedürfnis, Indien zu besuchen. Ja, Indien mag kulturell interessant sein, aber alles, was mir Leute erzählen, ist, dass das Land ein kakerlakenverseuchtes Drecksloch ist. Nicht wie China, Thailand, Myanmar, Vietnam. Da geben sich die Leute Mühe, die Kakerlaken unter Kontrolle zu bekommen / zu halten. Und für das Land wollen Leute kämpfen? Ja, gegen wen denn? Lt. der Umfrage (Fefes Link geht nicht mehr, ich biete daher den hier) vereinen sich da die schönsten Orte der Welt (Fiji, Papua-Neuguinea) mit – naja, Nachbarländern von Indien (Pakistan, Bangladesch) und Orten, die ganz, ganz unten auf “sollte man mal Besuchen”-Listen stehen wie Aserbaidschan, Georgien und Afghanistan.

Natürlich sei es den Indern vergönnt, “ihr” Land auch behalten zu dürfen, und in Anbetracht der bestehenden “Konflikte” in allen anderen Drecksloch-Ländern ist es verständlich, dass die Leute sich wenigstens ihre Eigenständigkeit bewahren wollen, aber ich würde nur für ein besseres  “mein Land” kämpfen. Und das wendet sich halt heutzutage immer gegen die Regierung.

Warum?

Es ist doch illusorisch, eine Regierung heutzutage dazu zu bringen, irgendwas zu “ändern”, wenn man keine achsotoll-gutmenschliche Supersache damit vertreten kann, die eine ach so demokratische Mehrheit findet – während in den meisten ach so tollen Demokratien weniger als die Hälfte der Leute noch Interesse an Wahlen hat. Und natürlich mag man sein Land – ich finde zB meinen deutschen Pass auch super. Grundsätzlich ist das Länderkonzept aber doch überholt. Das zu schreiben macht mich aber schon (fast) zu einem Terroristen; würde ich aktiv gegen den Quark ankämpfen, auch de facto.

So, und nun stehe ich – ob ich nun türkischer Tomatenbauer, Sinti-Straßenspieler, indischer Ingenieur oder deutscher Doktor bin – halt vor der Wahl: Will ich Terrorist sein? Denn, so weitermachen will ich nicht. Ich kann aber gehen. Wie die Sinti-Straßenspieler. Gutes Modell. Gegenüber denen habe ich den Vorteil, dass die schon in Rumänien keiner mag, während ich als deutscher Doktor eigentlich überall hin kann. Wie es übrigens die indischen Ingenieure auch können sollten. Wenn denen aber nun nicht erlaubt wird, zu gehen oder zu kommen – tja, dann gibt es nur die Möglichkeit, das System in sich zu zerstören. Und das wäre so einfach, wenn alle mitmachen würden: Wenn auch nur alle arbeitenden Inder in Deutschland morgen aufgrund der idiotischen indischen Gesetze politisches Asyl beantragen würden, müsste hier mal jemand nachdenken. Und global.

So lange sich die aber – wie ich – lieber im Internet auslassen und nichts machen, bleibt nur gehen. Und in Anbetracht der aktuellen politischen Lage überall kann ich das nur jedem empfehlen – nicht kämpfen. Gehen. Wenn man irgendwie gehen kann, und das Bedürfnis dazu hat, geht man. Noch ist es für mich in Deutschland erträglich, aber sobald sich das ändert, bin ich in der Türkei. Vielleicht. Ansonsten im Libanon; ich habe nur positives über Beirut gehört. Und wenn das nichts ist, bleiben ja noch Fiji und Papua-Neuguinea.

Ich muss mich aber nicht der “demokratischen” Mehrheit unterwerfen und Deutschland dabei unterstützen, ein kakerlakenverseuchtes Dreckloch zu werden. Ich kann gehen. Und das sollte jeder können. Und machen. Auch die Inder.

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